
Kronen Zeitung
BITTERE ERINNERUNG
Stöger? Da warf Schöttel sein Motto über Bord
Anlässlich des 60. Geburtstags von Peter Stöger blickt „Krone“-Redakteur Florian Gröger auf die Karriere des „Menschenfängers“ ...
Kein Sieg in 14 Bundesligaspielen! Daher am 3. Dezember 2017 die Entlassung bei Köln – eine Woche später war Peter Stöger Dortmund-Trainer, führte die Borussen von Platz acht in die Champions League. Was zeigt, welches Standing sich der Wiener bei unseren Nachbarn aufgebaut hatte. Mit Erfolgen - und seiner Art. „Menschenfänger“ sagen jene, die seine Fähigkeit, jedem mit der richtigen Tonalität zu begegnen, den Spieler als Mensch und nicht als „Material“ zu sehen, meinen. Seine Offenheit ist in der Fußball-Bubble ein Alleinstellungsmerkmal. So gab er auch in Deutschland seine Nummer an die Journalisten weiter, war fast immer erreichbar …
235 Spiele machte er für Austria, 84 für Rapid – geschätzt wird er überall. Das frühe Aus bei Grün-Weiß bleibt wohl jene Wunde, die ihn als Trainer am zweitmeisten schmerzt. Die andere stammt vom Mai 2022. Da war er nach mehreren Treffen mit ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel quasi Nachfolger von Franco Foda. Ehe Ralf Rangnick auch zu Schöttels Überraschung beim ersten Telefonat (eingefädelt von Ex-Salzburg-Sportchef Christoph Freund) großes Interesse zeigte. Da warf Schöttel sein Motto, dass es „Zeit für einen österreichischen Teamchef sei“, über Bord.
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